Montag, 2. September 2013

Gelassenheit


" Gib mir die Gelassenheit,
 Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut,
 Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Und gib mir die Weisheit,
 das eine vom anderen zu unterscheiden."





" God, grant me the serenity
 to accept the things I cannot change,
courage to change the things I can
and  wisdom to know the difference."

The Serenity Prayer is based on an originally untitled prayer by the American theologian
 Reinhold Niebuhr (1892-1971)

 
Der Ursprung dieses Pilgergedichtes, auch bekannt als Gelassenheitsgebet, ist umstritten und es existieren mehrere Varianten.

Als mir vor einigen Jahren ein lieber Freund diese Zeilen vorlas, veränderten sie meine Einstellung zum Leben.
Früher war ich oft traurig und unglaublich wütend über die Gedankenlosigkeit, die Oberflächlichkeit, Gewissenlosigkeit, Macht- und Habgier...mancher Menschen, die für welchen Preis auch immer, andere Menschen belügen, Kriege führen, die Gesundheit und das Leben von Mensch und Tier auf's Spiel setzen, die Natur zerstören usw..
Ich konnte die vielen missgelaunten und gestressten, oft leeren Gesichter der Menschen nicht ertragen, bis mir auffiel, dass meine eigene Unzufriedenheit, wohl gleiches mit mir anstellte.
Nun, traurig und sprachlos machen mich diese Dinge noch immer, sehr sogar, und sehr oft noch immer hilflos, aber ich lass mich davon nicht mehr zerreiben. War ich früher eher verzweifelt, zynisch, und voller Sorgen, so versuche ich heute zu schauen was ich tun kann, um diesen ganzen Elend irgendetwas entgegenzusetzen.
Ich begann mein Leben zu entschleunigen und fand heraus was mich zufriedener macht. Sich Zeit zunehmen, war eine der wichtigsten Erfahrungen dabei.
Mittlerweile ruhe ich in mir und finde, dass man sehr viel tun kann, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Angefangen vom eigenen Konsum (Was brauche ich wirklich?), über den zwischenmenschlichen Umgang, bis hin zum Verständnis füreinander. Es gibt heutzutage so viele innovative Bewegungen. Die vielen Menschen, die sich entschließen vegan zu leben oder Menschen, die die unterschiedlichsten Dinge oder ihr Wissen miteinander teilen ( wie zum Beispiel: diese Initiative oder diese Community hier). Es gibt so viele schöne Ideen für's upcyclen (für das Umgestalten und Wiederverwenden von alten Gegenständen)! Schaut mal hier.
Ganz wundervoll finde ich auch die Idee von den urbanen Gemeinschaftsgärten, die jetzt in vielen Städten entstehen und Mundraub ist einfach toll. Menschen wie Raphael, Nieves und ihre kleine Alma Lucia faszinieren mich. Ihr Projekt foodsharing ist großartig!
All diese Dinge, und all die Menschen, die nach ihrem Gewissen handeln, obwohl manche dafür (z.B. in ihren Heimatländern) viel riskieren, machen mir unglaublich Mut!
Auch der Zusammenhalt den wir hier beim Hochwasser Anfang Juni erlebt haben, hat mich sehr berührt. Jeder hat getan, was er am besten kann, und darauf kommt es, glaube ich, hauptsächlich an.
Es müssen keine großen Taten sein. Manchmal kann ein Lächeln, das vom Herzen kommt, in einem anderen Menschen Großes bewirken. Wichtig ist nur, das alles was man macht aus Liebe geschieht, denn:



Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht grausam.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Lao-Tse




Ich wünsche Euch, Zufriedenheit, Ruhe und Gelassenheit in Euren Herzen!


Alles Liebe
Katrin


P.S.: Wenn Ihr andere interessante Projekte kennt oder findet, die ein wenig mehr Licht auf diese Erde bringen, so teilt sie doch mit mir! Ich würde mich sehr darüber freuen!

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